#Globukalypse …

… ist ein Kunstwort aus „Globuli“ und „Apokalypse“, geprägt durch den Homöopathiekritiker Dr. Christian Lübbers. Es soll zum Ausdruck bringen, dass es innerhalb von Medizin und Gesundheitswesen ein Ende haben muss mit der Homöopathie, die der Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts erfunden hat.

Am 23. Juli 2017 verwendete Dr. Lübbers erstmals den Hashtag #Globukalypse (damals noch „#Globokalypse“ geschrieben), In der Folge fand der Hashtag weite Verbreitung als Synonym für wissenschaftsbasierte Homöopathiekritik insbesondere in den Sozialen Medien.

Die medizinische Irrelevanz der Homöopathie steht in krassem Gegensatz zu ihrem allgemeinen Ruf als sanfte, natürliche, nebenwirkungsfreie und wirksame „Medizin“. Ein wesentlicher Grund für diese falsche Wahrnehmung liegt darin, dass die Homöopathie seit langem privilegierter Teil des öffentlichen Gesundheitssystems ist und dadurch von einem massiven „Glaubwürdigkeitsbonus“ profitiert. Dies bleibt bislang trotz aller Aufklärung über die Fakten und aller Kritik an den negativen Auswirkungen der bestehenden Situation in Politik und Gesundheitswesen unangetastet (wobei wir zunehmend kritische Stimmen durchaus würdigen wollen).

Die #Globukalypse fordert konkret die Abschaffung des gesetzlichen Arzneimittelstatus der Homöopathie und damit der Kassenerstattung homöopathischer Leistungen und der Apothekenpflicht homöopathischer Präparate. Keineswegs geht es um ein Verbot von Homöopathie, da die Kritik nicht beabsichtigt, die Wahlfreiheit des aufgeklärten Patienten einschränken zu wollen – im Gegenteil: #Globukalypse steht lür ehrliche PatientenInnenkommunikation und wirkliche PatientInnenautonomie. Ziel ist es, den „esoterischen Schleier“ über der Homöopathie zu lüften und damit den KonsumentInnen überhaupt erst den Weg zu einer Beurteilung der Methode jenseits von Fehlinformationen und Mythen zu eröffnen.

Weitersagen!

Uns treibt keinerlei Eigeninteresse an – außer dem Eintreten für eine ehrliche, redliche und patientenorientierte Medizin auf der Grundlage wissenschaftlicher Fakten.

Herzlich willkommen! Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Dr. Christian W. Lübbers

für das Globukalypse-Team

Dr. Lübbers bei Twitter und Instagram:

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#Globukalypse – Unser Anliegen

Homöopathie ist in über 200 Jahren den Beleg schuldig geblieben, dass sie eine medizinische Relevanz hat. Die Globukalypse fordert daher ein Ende ihrer Privilegierung im öffentlichen Gesundheitswesen.

Auf dieser Seite wollen wir in Kürze erklären, wie es wirklich um die Homöopathie bestellt ist, wie sehr die Homöopathie nach wie vor überall verankert ist und vor allem, weshalb uns allen das in vielfacher Weise schadet. Wir möchten Sie ganz persönlich, aber auch die Entscheider in Politik und Gesundheitswesen überzeugen, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt und unser Anliegen keine unwichtige Kleinigkeit ist, die irgendwo unten in einer gesundheitspolitischen Agenda unter „ferner liefen“ landen sollte.

Homöopathie – die Fakten

Klicken Sie auf die nebenstehenden Überschriften, um mehr zu erfahren!

Teil des Gesundheitssystems, medizinisch wie ökonomisch, kann nur sein, was wirklich wirkt – nachgewiesen auf wissenschaftlicher Grundlage. „Bereiche, die sich der Überprüfung entziehen oder Ergebnisse der Überprüfung ignorieren, sind heute nicht mehr akzeptabel – nirgendwo in der Medizin.“ – so Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG).

Homöopathie ist keine Medizin! Sie hat nie einen belastbaren Nachweis ihrer spezifischen arzneilichen Wirkung erbringen können.

Die Homöopathie beruht auf Grundannahmen, die unvereinbar mit gesichertem Wissen in Physik, Chemie und Biologie sind. Zudem konnte sie in klinischen Untersuchungen hoher Qualität nie einen spezifischen arzneilichen Nutzen nachweisen. Dies ist umfassend belegt. Wissenschaftliche und staatliche Institutionen weltweit beantworten die Frage, ob Homöopathie Medizin sei, mit einem klaren „Nein“. Das Gegenteil behaupten nur noch die Interessenvertreter der Homöopathie. Dies geschieht zwar mit viel Aufwand und Nachdruck, darf aber über die klaren Fakten nicht hinwegtäuschen.

Mehr dazu:
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands UPD mit Fragen und Antworten zur Homöopathie
Überblick über die maßgeblichen Übersichtsstudien zur Homöopathie (allgemeinverständlich) – Homöopedia
Die Vereinigung der Europäischen Wissenschaftsgemeinschaften (EASAC) über die Homöopathie (englisch)
– Die Science Cops von WDR 5 zur Homöopathie (Podcast, ca. 1 Std.)

Trotzdem ist die Homöopathie seit langem verankert im Arznei- und Sozialrecht und genießt dabei sogar noch besondere Privilegien.
Eigenschaft als Arzneimittel

Die Mittel der Homöopathie brauchen (neben denen der Anthroposophie) laut Arzneimittelgesetz 1978 keinerlei wissenschaftlich fundierten Wirkungsnachweis erbringen und bekommen trotzdem die Arzneimitteleigenschaft zugesprochen. Der Gesetzgeber setzt eine „rechtliche Fiktion“ an die Stelle von fundierten Wirkungsnachweisen, wie sie für jedes andere Arzneimittel bindend sind. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung.

Mehr dazu:
Der sogenannte BInnenkonsens – das gesetzliche Privileg der Homöopathie (Informationsnetzwerk Homöopathie)
Deutschlands schlechtestes Gesetz – Mai Thi Nguyen-Kim zum BInnenkonsens (Video, ca. 18 min)

Apothekenpflicht

Die Arzneimitteleigenschaft hat zunächst zur Folge, dass homöopathische Mittel apothekenpflichtig sind. Womit die Homöopathie weiter an „öffentlicher Glaubwürdigkeit“ gewinnt und die Menschen bereit macht, wirkungslose Zuckerkugeln zur Heilung und Linderung von Krankheiten zu verwenden. Auch die – oft hinterfragbare – „Beratung“ in den Apotheken, die oft ins Feld geführt wird, kann kein Argument für eine Apothekenpflicht sein.

Mehr dazu:
Check zur Homöopathie-Beratung in Apotheken (MedWatch)
Wie Versandapotheken auf fragwürdige Weise für Homöopathie werben (MedWatch)

Auch viele Krankenkassen tragen leider zu der Annahme bei, Homöopathie sei eine bewährte und vor allem wirksame Therapieform. Denn rund vier Fünftel aller gesetzlichen Krankenkassen machen von der gesetzlich eingeräumten Möglichkeit Gebrauch, für homöopathische Mittel und Behandlungen Erstattungen zu leisten. Manche sind wider die Tatsachen wohl tatsächlich überzeugt, die meisten aber geben offen zu, dass es sich dabei um Marketing (also Kundenfang) – handelt. Kann man das gutheißen, bei Krankenkassen eines solidarisch finanzierten Systems?

Die gesetzlichen Privilegien der Homöopathie sind unvertretbar und verursachen Schaden. Sie fördern die falsche Wahrnehmung der Homöopathie in der Allgemeinheit. Sie untergraben Gesundheitskompetenz und das Vertrauen in die wissenschaftliche Medizin und laufen damit grundlegenden gesundheitspolitischen Zielen direkt zuwider.

Wir alle zahlen Sozialversicherungsbeiträge zur Finanzierung unwirksamer Scheinmedizin. Das ist nicht unwichtig, aber es gibt noch Wichtigeres:

Viele Menschen halten Homöopathie für zumindest gleichwertig zur wissenschaftlichen Medizin und gefährden damit unter Umständen ihre Gesundheit. Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse wird untergraben, Misstrauen gegenüber der wissenschaftlichen Medizin wird ebenso gefördert wie Medikamentenaffinität, besonders bei Kindern. Das wirkt sich auch anderweitig aus, wie beispielsweise neuere Studien zur Beziehung zwischen Homöopathiegeneigtheit und geringer Impfbereitschaft zeigen.

Mehr dazu:
– Die Denkfehler der Homöopathie (Spektrum der Wissenschaft)
Impfbereitschaft und Homöopathie – eine übersehene Korrelation? – Dr. Natalie Grams-Nobmann in: Trillium Immunologie

Es gibt nur eine Medizin: Nämlich die, die über die bei jeder Behandlung und Zuwendung immer vorhandenen Effekte (u.a. Placebo) hinaus wirkt. Diese sogenannte spezifische Wirkung ist wissenschaftlich solide zu belegen, will man einen Platz innerhalb der Medizin beanspruchen. Deshalb gibt es auch keine „Alternativmedizin“ und auch keine „Schulmedizin“ (die wir besser wissenschaftliche Medizin nennen), sondern nur eine Medizin: die, die nachweislich wirklich wirkt..

Mehr dazu:
Was ist Placebo und was sind Kontexteffekte?
Von Medizin und Alternativen – Dr. Natalie Grams-Nobmann bei Spektrum der Wissenschaft

Homöopathie gehört nicht zur Medizin in diesem Sinne. Sie soll nicht „verboten“ werden, soll aber ihren Platz außerhalb der Medizin und außerhalb des solidarisch finanzierten Systems der gesetzlichen Krankenversicherung finden.

Wir sehen keine Rechtfertigung dafür, dass Politik und Gesundheitswesen länger an der Privilegierung unwirksamer Mittel als Arzneimittel und damit an einer Irreführung der Allgemeinheit über die wirklichen Fakten zur Homöopathie festhalten.

Die #Globukalypse fordert deshalb

  • die Streichung der „besonderen Therapierichtungen“ und damit ein Ende einer rechtlichen Fiktion, mit der unwirksame Mittel wie die der Homöopathie ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis die Arzneimitteleigenschaft erlangen. Gleiches Recht für alle!
  • einen Ausschluss von Homöopathika (und Anthroposophika) von der Möglichkeit der Kassenerstattung. Das wäre Folge einer Streichung der „besonderen Therapierichtungen“, aber auch für sich allein durch eine Einschränkung des § 11 Abs. 6 SGB V möglich.
  • eine Beendigung der Privilegierung homöopathischer Therapien über den „Selektivvertrag Homöopathie“ mit den beigetretenen Krankenkassen, der für homöopathische Behandlungen ein Vielfaches der Sätze vorsieht, die dem Hausarzt unabhängig vom Leistungsumfang pro Patient und Quartal als Honorar zustehen. Es ist den Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen unbenommen, diesen Vertrag zu kündigen, dies ist vereinzelt auch schon geschehen.
    KV Bremen kündigt Homöopathieverträge (Bundesärztekammer)
  • Verbesserung der gesundheitlichen Aufklärung zu den wirklichen Hintergründen der Homöopathie (und anderer Pseudomedizin) von neutraler Stelle sowie generell einen wirksameren Verbraucherschutz im Bereich von Medizin und Gesundheit. 

Die Globukalypse-Timeline

Was hat sich schon getan – was muss sich noch tun in Sachen Homöopathie?

2016

Gründung informationsnetzwerk Homöopathie,
„Freiburger Erklärung“ zur Homöopathie

US-Verbraucherschutzbehörde FTC verlangt besondere Kennzeichnung homöopathischer Mittel als „ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis“

2017

Die Russische Akademie der Wissenschaften gibt ihr Memorandum „Über die Pseudowissenschaft Homöopathie“ heraus.

Das englische National Health System (NHS) kündigt an, ab April 2018 keine homöopathischen Behandlungen, weder ambulant noch klinisch, mehr zu erstatten.

Die Vereinigung der Europäischen Wissenschaftsakademien (EASAC) veröffentlicht ihr Meta-Review „Homeopathic products and practices: Assessing the evidence“ und spricht sich gegen Homöopathie in öffentlichen Gesundheitssystemen, der ärztlichen Praxis und der Veterinärmedizin aus

2018

Spanien kündigt ein Ende der „Pseudomedizin Homöopathie“ im Arzneimittelwesen an und beginnt mit der Auslistung homöopathischer Präparate aus dem nationalen Arzneimittelregister.

2019

DIe oberste französische Gesundheitsbehörde (Haute Autorité Santé) legt ihren Abschlussbericht zur Evaluation der Homöopathie vor und empfiehlt ein Ende der Kassenerstattung. Präsident Macron entscheidet persönlich, dass ab Januar 2021 entsprechend verfahren wird.

Der bayerische Landtag beschließt die Beauftragung einer Studie, die die Eignung von Homöopathie als Antibiotika-Ersatz erforschen soll. Die öffentliche Reaktion ist durchweg kritisch.

Als erste Landesärztekammer streicht die LÄK Bremen die Homöopathie aus ihrer Weiterbildungsordnung.

2020

Einzelne Krankenkassen modifizieren ihre Erstattungsangebote und bieten Teiltarife mit Ausschluss von Homöopathie an.

Äußerungen aus der homöopathischen Szene, es gebe einen „Nutzen“ von Homöopathie bei Vorbeugung und Behandlung der COVID-Erkrankung, erfahren öffentliche Kritik.

2021

Die englische Akkreditierungsstelle für medizinische Institutionen (PSA) verlangt für eine Neuakkreditierung der Society of Homeopathy (der Vereinigung der englischen homöopathischen Therapeuten) wissenschaftlich fundierte Evidenzbelege. Die SoH verzichtet daraufhin auf eine weitere Akkreditierung.

Die Bayerische Landesärztekammer streicht als zwölfte von 17 LÄK die Homöopathie aus ihrer Landesweiterbildungsordnung. Sie war 1958 die erste, die die Homöopathie in ihre WBO aufgenommen hatte.

2022

Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen kündigt die Verträge über Vergütungsabrechnung von homöopathischen Leistungen mit drei Krankenkassen ihres Bereichs.

Gesundheitsminister Prof. Lauterbach twittert:
„Mit der Wissenschaft werden Pandemien bekämpft und Krankheiten geheilt. Wir brauchen mehr Wissenschaft in der Behandlung, nicht weniger. Die Homöopathie hat keinen Platz in der modernen Medizin.“

Die Bundesärztekammer beschließt, die Homöopathie wegen fehlender wissenschaftlicher Basis aus ihrer Musterweiterbildungsordnung zu streichen. Das denkbar stärkste SIgnal der Ärzteschaft contra Homöopathie.

DIe norwegische Apothekerkammer fordert ein Ende der Apothekenpflicht für Homöopathika.

Dies sind nur einige Schritte auf dem Weg der #Globukalypse in den letzten Jahren. Was wären die nächsten Ziele?

Krankenkassen

Ende der Kostenerstattung von Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung – es liegt in der Hand der Krankenkassen selbst, hier – unabhängig vom Gesetzgeber – tätig zu werden und der Vernunft ihr Recht zu verschaffen.

Apotheken

Homöopathie in der Apotheke: nicht mehr ohne sinnvolle und qualifizierte Kundeninformation über die wirklichen Fakten – wann besinnen sich Apotheken und ihre Verbände auf ihre Verantwortung? Auch hier braucht es zunächst keine Änderung der Gesetzeslage,

Gesetzgeber

Streichung des „Binnenkonsens“ im Arzneimittelgesetz und damit Wegfall des Privilegs, dass Homöopathika Arzneimittel ohne wissenschaftlich fundierten Wirkungsnachweis sind.

Dauerhaft

Verbesserung der gesundheitlichen Aufklärung, Wissensvermittlung zu Fehlinformationen und Mythen zur Homöopathie und anderer Pseudomedizin in der Allgemeinheit, Förderung von Gesundheitskompetenz.

Wer wir sind …

… und was wir Ihnen anbieten

Mehr über das Informationsnetzwerk Homöopathie erfahren sie auf der INH-Webseite. Hier stellen wir die Info-Projekte des Informationsnetzwerks Homöopathie vor. Für verschiedene Zielgruppen bieten wir neutrale und unabhängige wissenschaftsbasierte Informationen – von der zur allgemeinen bis tiefergehenden Information gedachten Hauptwebseite des IHN über das Famillienprojekt „Susannchen“ bis hin zur detaillierten quellenbasierten Online-Enzyklopädie Homöopedia.

Informationsnetzwerk Homöopathie

Wir klären auf – Sie haben die Wahl

Das Informationsnetzwerk Homöopathie stellt umfassende faktenbasierte Informationen zu den Hintergründen. Mythen und Irrtümern der Homöopathie zur Verfügung.

Das INH im Web, bei Twitter, Facebook und per Mail:

Susannchen braucht keine Globuli

Pseudomedizin in der Familie? Nein danke!

Die Familienseite des Informationsnetzwerks Homöopathie mit vielen Infos zu Homöopathie, anderer Pseudomedizin und zum Impfen. Für ein gesundes Aufwachsen in der Familie braucht es keine Pseudomedizin!

Susannchen im Web, bei Twitter, Facebook und per Mail:

Homöopedia: Das
Homöopathie-Wiki

Online-Enzyklopädie zur Homöopathie

Das Online-Lexikon des Informationsnetzwerks Homöopathie mit wissenschaftlichem Anspruch, das quellenbasierte Informationen für alle bereitstellt, die sich tiefer mit der Homöopathie befassen wollen.

Die Homöopedia im Web und bei Twitter:

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